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* Thermaltake Xaser V 7000D WinGo - der poppige GamingTower *

Hersteller:  Thermaltake
Produktname:  Xaser V 7000D WinGo
Vertrieb:  Frozen-Silicon
Preis:  129 EUR

In den unendlichen Weiten der Hardware-Communities sind im Bezug auf das richtige Gehäuse zwei große Glaubensgruppen vertreten. Den Anhängern der ersten Gruppe ist sowohl Aussehen, als auch Funktionalität ihres PC-Gehäuses zweitrangig, Hauptsache es bietet genug Stauraum für die neusten Hardware Artikel. Personen der anderen Gruppe dagegen sind sehr wohl darauf bedacht, ihren Rechner auch nach außen hin in einem glanzvollen Licht zu präsentieren. Hier muss allerdings weiter differenziert werden, denn trotz einen gemeinsamen Ziels - dem perfekten Gehäuse - sind die Wege durchaus unterschiedlich: Die einen schwören auf ihre eigenen Fähigkeiten, die ihres Dremels und ihrer Kreativität, die anderen lassen sich durchaus von ab Werk modifizierten Gehäusen entzücken und greifen anstatt zum Werkzeug lieber etwas tiefer in die Brieftasche. Der Markt für letztes Klientel platzt mittlerweile aus allen Nähten und wer da als Hersteller bei der Fangemeinde keinen guten Ruf hat oder sich ständig durch neue Produkte ins Rampenlicht zu drängen weiß, rutscht schnell in die Interessenlosigkeit ab. Einer dieser Hersteller, der sich kontinuierlich durch überarbeitete und kreative Produkte aufs Neue profilieren kann, ist Thermaltake. Mit ihrer jüngsten Gehäusereihe präsentieren die einfallsreichen Taiwanesen ein kompaktes Case auf Basis des Casetek 1020 mit leicht modifizierter Frontpartie und aufgebohrten Ausstattungsmerkmalen. Wie sich der WinGo V7000D als ein Vertreter der Xaser V Baureihe, der speziell auf Spieler ausgelegt ist, im Test schlägt, zeigt sich im Folgenden.

Zunächst gilt unser Dank an Jungs von Thermaltake, die uns mit der Teststellung diesen Bericht ermöglichten. Zu beziehen sind die Gehäuse der Xaser Reihe bei Frozen-Silicon als deutscher Distributor für Thermaltake Produkte.

Merkmale und Lieferumfang

  • Midi Tower ATX
  • Maße: 58 x 20,5 x 49 cm ( Länge x Breite x Höhe )
  • Material: Stahlkonstruktion, Plexiglasfenster, Kunststofffront
  • Nettogewicht: 16 Kg
  • Laufwerke: 5 x 5,25" extern, 2 x 3,5" extern, 3 x 3,5 intern
  • 5 vorinstallierte Gehäuselüfter ( z.T. mit Staubfiltern versehen )
    • 1x 80mm Front
    • 1x 80mm Oberseite
    • 2x 92mm Seitenzwischenwand ( davon einer blau beleuchtet )
    • 1x 92mm Rückwand ( blau beleuchtet )
  • externe USB, Firewire, Lautsprecher und Mikrofon Anschlüssen auf Oberseite
  • Front und Seitenwand verschließbar ( mit Alarmfunktion bei ungewollter Seitenwandöffnung )
  • Front mit zwei Lüfterreglern und beleuchtetem Tt Schriftzug
  • schraubenlose Laufwerkbefestigungen durch Snap-Schienen

Thermaltake liefert seinen Kunden in alter Firmentradition wieder allerlei Zubehör mit nach Hause. Im gut gesicherten und poppig bedruckten Lieferkarton kommt das WinGo V7000D daher und beinhaltet bereits alle fünf Lüfter vorinstalliert. Weiterhin liegt eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache mit ausreichender und verständlicher Illustrierung bei, welche anschaulich Auskunft über die Features und Funktionsweise des Gehäuses gibt. In entsprechenden 3,5Zoll Laufwerkhalterungen praktisch verstaut sind die Kunststoff-Haltevorrichtungen für Festplatten, Floppy und optische Laufwerke. Komplettiert wird das Paket durch die Zugabe von allerlei "Kleintieren" wie diversen Schrauben, Motherboardstandoffs, zwei Kabelbindern, einem Schlüsselpaar und einer Standard-ATX-Backpanel-Blende. Thermaltake-Anhänger freuen sich weiterhin über drei großformatige WinGo-Sticker :o)

Verarbeitungsqualität

Thermaltake zeigt wieder einmal eindrucksvoll, wie verschieden Auffassungen bezüglich eines bestimmten Produktkonzeptes zwischen unterschiedlichen Herstellern sein können: Während für die einen ein als "GamingTower" proklamiertes Gehäuse vorrangig LAN-Party Gänger ansprechen und entsprechend leicht und transportfähig sein soll, hebt sich der trainierte Postbote schon bei der Lieferung des gut 15 Kilo schweren Stahl-Kolosses einen mittelschweren Bruch.

 

Nichts desto trotz wird qualitativ ein vorzeigbares Ergebnis abgeliefert: Der kompakte Xaser V Midi-Tower verfügt aufgrund seines enormen Materialeinsatzes und Zwischenverstrebungen über eine selten gesehene Verwindungssteifigkeit. Selbst die mit dem großflächig aufgestatteten X-Seitenfenster stark geschwächte linke Seitenwand zeigt keinerlei Stabilitätsprobleme. Die matt-blaue Lackierung unseres Test Gehäuses erfreut sich gleichmäßiger und kratzfester sowie Fettfinger-unanfälliger Auftragung. Leider sind im Inneren viele, aber nicht alle Metallkanten in letzter Vollendung entschärft, sodass der überstreifende Finger doch hier und da zurückschreckt ( Bild: Im Bereich des Netzteiles ). 

 

Bei der Verbindung der einzelnen Stahl-Bauelemente kommen größtenteils Nieten zum Einsatz, die rückwärtig abgeschliffen wurden. Ein Kleinwenig wackelig scheint die Verbindung der Plastikfront mit dem restlichen Gehäuse über zwei Einrast-Clips ( im Bild ), die nicht wirklich den stabilsten Eindruck machen. Der sichere Stand dagegen auf Parkett und Co. wird über vier ausklappbare Gummi-besetzte Standfüße gewährt.

Insgesamt ist die Komposition aus dickwandigem Stahl und der reinen Kunststofffront doch recht sauber und passgenau gelungen.

 






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