Einleitung
"Das Auge kühlt mit" - so oder
so ähnlich heißt wohl die Devise bei den Entwicklern des bekannten
Zubehör-Herstellers Thermaltake, geht es darum, einen neuen CPU Kühler
zu kreieren. Das Outfit des Selbigen hat oberste Priorität - überzeugt
der Kühler dabei noch durch gute Kühlleistung und hohe Funktionalität
- umso besser. Seit Jahren pflegt Thermaltake dieses Motto mit der
Volcano Kühlerfamilie, die sowohl den OEM als auch den Retail Markt mit
immer neuen Kompositionen abdeckt. Bereits mit dem Volcano 7+ und dem
Volcano 9 konnten wir uns von der Leistungsfähigkeit der Tt-Kühler
überzeugen, wenngleich diese nicht immer unbedingt durch ihr hervorragendes
Kühlkörperdesign vielmehr durch ihre ohrenbetäubende Lärmkulisse
für Furore sorgten, so konnten sie sich doch, neben ihrem markanten
Erscheinungsbild, durch andere Besonderheiten ( z.B: Volcano9 CoolMod
oder damalig relativ neuartig, der Fan Controller des V7+ im
Lieferumfang ) von der breiten Masse abheben und sich in die Herzen der
PC Gemeinde kühlen.

Dementsprechend gespannt und mit hohen
Erwartungen behaftet warteten wir auf den Besuch des Thermaltake Volcano
11 - dem neusten Spross der Kühlerserie - in unserem Testrechner. Was
sich zu seinen Vorgängern geändert hat, wie sich diese Änderungen in
Kühlleistung und Alltagstauglichkeit wiederspiegeln und ob es sich
letztendlich lohnt, zuzugreifen - all das soll der Testbericht
klären.
Lieferumfang
Seit je her zeichnet sich Thermaltake
durch einen großzügigen Lieferumfang aus. Die Beigaben beim
Volcano 11 zielen dabei zum größten Teil auf die Steuerung der Lüfterdrehzahl.
- vormontierter Volcano 11 Copper Cooler
- Potentiometer in Slotblech integriert
- alternativ: Temperatursensor
- durchgeschleiftes 3 > 4Pin
Adapterkabel
- durchgeschleiftes 3 > 4Pin
Adapterkabel mit Drehzahlauslese
- Wärmeleitpaste aus Silikonbasis
- Thermal Tape zur Befestigung des
Temperaturfühlers z-B. auf der CPU Unterseite
- illustrierte
Anleitung ( engl. )
Mittlerweile bietet Thermaltake den
Volcano 11 auch als "+" Version an. Einziger Unterschied zu
unserer Version ist die mitgelieferte 5,25 Zoll Laufwerkblende im
passenden Xaser Design zur alternativen Lüftersteuerung auch an der
Front.
Merkmale
- Vollkupferkühler im 80mm Layout
- opti-fin Technologie
- Maße gesamt: 80 x 80 x 60 mm
- Lüfter: Thermaltake
Smart Fan II ( 2,4 bis 8,4 Watt )
- Maße: 80 x 80 x 25 mm
- Drehzahl : 1300 - 4800 U/min (
regelbar über Poti oder Temperatursteuerung )
- Lärm: max: 48 db(A) -
Herstellerangaben
- Temperatursteuerung: 1300 U/min bei 20
Grad, 4800 U/min bei 55 Grad
- Volumenstrom von 34,89
m³/h
bis
128,54 m³/h
- Gewicht gesamt: ca. 470 g
- 6 Punkt Halteklammer
- Freigabe: Athlon XP 3400+ und höher ,
Sockel 370 alle CPUs

Der Kühler im Detail
Für alle User mit schneller
Internetverbindung haben wir hier
ein knapp 230kb großes Detailfoto des Kühlers!
Grob betrachtet, liefert der Volcano 11 ein
recht anständiges Gesamtbild in der Verarbeitungsqualität. Besonders
auffällig für einen Vollkupferkühler ist das sehr geringe Gewicht von
unter 500 Gramm. Schuld daran ist die recht geringe Materialverwendung
trotz 80 x 80mm Abmessung. 40 relativ dünne und niedrige Kühllamellen
finden aufgelötet auf einer 5mm starken Bodenplatte, welche aber einige kleine Riefen aufweist, platz. Das Ganze wird von einer schwarzen
Aluminium-Lüfterhaube umgeben, die allerdings auch den größten
Kritikpunkt am Kühlerkonzept aufweist, der uns schon beim Volcano7+
auffiel, dort aber durch das 70mm Layout nicht ganz so augenscheinlich zum
Tragen kam und beim Volcano 9 in nahezu identischer Form auftrat. Die
6Punkt Halteklammer hat durch das breite 80mm Design des Kühlkorpus'
keinerlei Bewegungsfreiraum und hakt und verklemmt daraufhin mit diesem,
sodass nicht nur die schwarze Farbe zerkratzt, sondern auch eine einfache,
problemlose Montage verwärt wird. Das ist nicht schön und letztendlich
gefährlich für den schutzlosen CPU Kern bei den Montagevorgängen, da
man viel mehr Kraft aufbringen muss, die verklemmte Klammer richtig zu
positionieren und entsprechend in der Arretierung zu versenken.
Eine kleine Aussparung für die
Haltebrücke würde hier ohne großen Aufwand Abhilfe schaffen, wie es uns
beispielsweise der kürzlich präsentierte Cooler
Master Aero 7 eindrucksvoll zu vermitteln wusste.

Imposant derweil wieder das Outfit des
Volcano 11 im Xaser Design in Anlehnung an Thermaltakes Gehäuseserie als
Ausdruck der momentanes Ansicht vom modernen PC-Design des Zubehör
Herstellers. Erreicht wird der Eye-Catching Effekt natürlich durch das
X-Lüftergitter, welches zwar schick ausschaut, allerdings auch starke
Luftverwirbelungen verursacht und somit den Lärmpegel bei sinkender
Leistungscharakteristik anhebt, sowie durch die aggressiv orange
leuchtenden Rotorblätter des Smart Fan II.

Als durchaus aggressiv ist allerdings
auch die Geräuschentwicklung der Kühlercombo anzusehen. Zweifellos
ist der Smart Fan II prädestiniert dafür, durch seine enorme
Variabilität jegliche Bereiche der Lärmempfindlichkeit zu umfassen, wie
man ihn aber auch einzustellen versucht, wirklich angenehm ist der
erzeugte Lärmpegel nie. Selbst auf niedrigster Drehzahl stellt sich nach
wenigen Augenblicken ein unangenehm tiefes Nebengeräusch unterschwellig
ein, welches den Silent Betrieb nahezu unmöglich macht. Etwas
verwunderlich ist dies schon, da ein anderer uns vorliegender Lüfter
gleichen Typs diese störenden Begleitgeräusche nicht ausweist. Es
könnte also durchaus sein, dass wir es hier mit einem
"Ausnahmefall" zu tun haben.

Doch was zeichnet nun die
Vielseitigkeit des Lüfters aus? Zum einen ist es natürlich möglich, ihn
auf 12Volt zu betreiben, was aber selbst hartgesottene
großbaustellenlärmerprobte User auf die Dauer an
die Grenzen ihrer Lärmbelastungserträglichkeit zwingt und auch in Sachen
Kühlleistung bei aktuellen CPUs kaum von Nöten sein wird.
Zweite Option - mittels
beiliegendem Temperaturfühler lässt man den Smart Fan für sich das
optimale Geräusch-Leistungsverhältnis ausloten. Der Fühler wird einfach
an mit dem thermal Tape beispielsweise an der CPU Unterseite befestigt und
reagiert so blitzschnell auf die Gegebenheiten. Der automatische
Regelbereich liegt dabei zwischen 1300 rpm bei ca. 20°C
Umgebungstemperatur und steigt linear bis er bei 55°C anliegender
Temperatur sein Maximum in ca. 4800rpm erreicht. Besitzer von schwächeren
CPUs werden mit dieser Variante sicher gut fahren können, wer allerdings
einen leistungsstarken Prozessor sein Eigen nennen darf, sollte sich
lieber Möglichkeit Nummer drei zu Gemüte führen, da ein schneller
Prozessor den Volcano 11 wohl relativ rasch dazu zwingen wird, sein volles
Leistungs- und Geräuschpotential zu entfalten.
Selber regeln ist der Trend
und auch sicher die gescheiteste Lösung. Beim Volcano 11 geht dies über
den Poti, welcher bei der "non Plus" Version über das Slotblech
an der Rückseite des Rechners, beim Volcano 11+ auch über ein 5,25Zoll
Panel in der Front nach außen geführt werden kann.
Das erfreuliche, sollte man
eine Option nicht verwenden wollen, baumeln die "nutzlosen"
Kabel nicht sinnlos im Gehäuse herum, sondern man kann jede Vorrichtung
einzeln montieren bzw. demontieren. Somit wird dem Kabelgewirr vorgebeugt,
was bei manch anderem Konkurrenzprodukt leider nicht der Fall ist.
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