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* Thermaltake Volcano 11 - Fortschritt durch Rückschritt? *

Hersteller: Thermaltake
Produktname: Volcano 11
Vertrieb: Caseking
Preis: 36,90 EUR

Einleitung

"Das Auge kühlt mit" - so oder so ähnlich heißt wohl die Devise bei den Entwicklern des bekannten Zubehör-Herstellers Thermaltake, geht es darum, einen neuen CPU Kühler zu kreieren. Das Outfit des Selbigen hat oberste Priorität - überzeugt der Kühler dabei noch durch gute Kühlleistung und hohe Funktionalität - umso besser. Seit Jahren pflegt Thermaltake dieses Motto mit der Volcano Kühlerfamilie, die sowohl den OEM als auch den Retail Markt mit immer neuen Kompositionen abdeckt. Bereits mit dem Volcano 7+ und dem Volcano 9 konnten wir uns von der Leistungsfähigkeit der Tt-Kühler überzeugen, wenngleich diese nicht immer unbedingt durch ihr hervorragendes Kühlkörperdesign vielmehr durch ihre ohrenbetäubende Lärmkulisse für Furore sorgten, so konnten sie sich doch, neben ihrem markanten Erscheinungsbild, durch andere Besonderheiten ( z.B: Volcano9 CoolMod oder damalig relativ neuartig, der Fan Controller des V7+ im Lieferumfang ) von der breiten Masse abheben und sich in die Herzen der PC Gemeinde kühlen. 

Dementsprechend gespannt und mit hohen Erwartungen behaftet warteten wir auf den Besuch des Thermaltake Volcano 11 - dem neusten Spross der Kühlerserie - in unserem Testrechner. Was sich zu seinen Vorgängern geändert hat, wie sich diese Änderungen in Kühlleistung und Alltagstauglichkeit wiederspiegeln und ob es sich letztendlich lohnt, zuzugreifen - all das soll der Testbericht klären. 

Lieferumfang

Seit je her zeichnet sich Thermaltake durch einen großzügigen Lieferumfang aus. Die Beigaben beim Volcano 11 zielen dabei zum größten Teil auf die Steuerung der Lüfterdrehzahl. 

  • vormontierter Volcano 11 Copper Cooler
  • Potentiometer in Slotblech integriert
  • alternativ: Temperatursensor
  • durchgeschleiftes 3 > 4Pin Adapterkabel
  • durchgeschleiftes 3 > 4Pin Adapterkabel mit Drehzahlauslese
  • Wärmeleitpaste aus Silikonbasis
  • Thermal Tape zur Befestigung des Temperaturfühlers z-B. auf der CPU Unterseite
  • illustrierte Anleitung ( engl. )

Mittlerweile bietet Thermaltake den Volcano 11 auch als "+" Version an. Einziger Unterschied zu unserer Version ist die mitgelieferte 5,25 Zoll Laufwerkblende im passenden Xaser Design zur alternativen Lüftersteuerung auch an der Front. 

Merkmale

  • Vollkupferkühler im 80mm Layout
  • opti-fin Technologie
  • Maße gesamt: 80 x 80 x 60 mm
  • Lüfter: Thermaltake Smart Fan II ( 2,4 bis 8,4 Watt )
  • Maße: 80 x 80 x 25 mm
  • Drehzahl : 1300 - 4800 U/min ( regelbar über Poti oder Temperatursteuerung )
  • Lärm: max: 48 db(A) - Herstellerangaben
  • Temperatursteuerung: 1300 U/min bei 20 Grad, 4800 U/min bei 55 Grad
  • Volumenstrom von 34,89 m³/h bis 128,54 m³/h
  • Gewicht gesamt: ca. 470 g
  • 6 Punkt Halteklammer
  • Freigabe: Athlon XP 3400+ und höher , Sockel 370 alle CPUs

Der Kühler im Detail

Für alle User mit schneller Internetverbindung haben wir hier ein knapp 230kb großes Detailfoto des Kühlers!

Grob betrachtet, liefert der Volcano 11 ein recht anständiges Gesamtbild in der Verarbeitungsqualität. Besonders auffällig für einen Vollkupferkühler ist das sehr geringe Gewicht von unter 500 Gramm. Schuld daran ist die recht geringe Materialverwendung trotz 80 x 80mm Abmessung. 40 relativ dünne und niedrige Kühllamellen finden aufgelötet auf einer 5mm starken Bodenplatte, welche aber einige kleine Riefen aufweist, platz. Das Ganze wird von einer schwarzen Aluminium-Lüfterhaube umgeben, die allerdings auch den größten Kritikpunkt am Kühlerkonzept aufweist, der uns schon beim Volcano7+ auffiel, dort aber durch das 70mm Layout nicht ganz so augenscheinlich zum Tragen kam und beim Volcano 9 in nahezu identischer Form auftrat. Die 6Punkt Halteklammer hat durch das breite 80mm Design des Kühlkorpus' keinerlei Bewegungsfreiraum und hakt und verklemmt daraufhin mit diesem, sodass nicht nur die schwarze Farbe zerkratzt, sondern auch eine einfache, problemlose Montage verwärt wird. Das ist nicht schön und letztendlich gefährlich für den schutzlosen CPU Kern bei den Montagevorgängen, da man viel mehr Kraft aufbringen muss, die verklemmte Klammer richtig zu positionieren und entsprechend in der Arretierung zu versenken.

Eine kleine Aussparung für die Haltebrücke würde hier ohne großen Aufwand Abhilfe schaffen, wie es uns beispielsweise der kürzlich präsentierte Cooler Master Aero 7 eindrucksvoll zu vermitteln wusste.

Imposant derweil wieder das Outfit des Volcano 11 im Xaser Design in Anlehnung an Thermaltakes Gehäuseserie als Ausdruck der momentanes Ansicht vom modernen PC-Design des Zubehör Herstellers. Erreicht wird der Eye-Catching Effekt natürlich durch das X-Lüftergitter, welches zwar schick ausschaut, allerdings auch starke Luftverwirbelungen verursacht und somit den Lärmpegel bei sinkender Leistungscharakteristik anhebt, sowie durch die aggressiv orange leuchtenden Rotorblätter des Smart Fan II. 

Als durchaus aggressiv ist allerdings auch die Geräuschentwicklung der Kühlercombo anzusehen. Zweifellos ist der Smart Fan II prädestiniert dafür, durch seine enorme Variabilität jegliche Bereiche der Lärmempfindlichkeit zu umfassen, wie man ihn aber auch einzustellen versucht, wirklich angenehm ist der erzeugte Lärmpegel nie. Selbst auf niedrigster Drehzahl stellt sich nach wenigen Augenblicken ein unangenehm tiefes Nebengeräusch unterschwellig ein, welches den Silent Betrieb nahezu unmöglich macht. Etwas verwunderlich ist dies schon, da ein anderer uns vorliegender Lüfter gleichen Typs diese störenden Begleitgeräusche nicht ausweist. Es könnte also durchaus sein, dass wir es hier mit einem "Ausnahmefall" zu tun haben.

Doch was zeichnet nun die Vielseitigkeit des Lüfters aus? Zum einen ist es natürlich möglich, ihn auf 12Volt zu betreiben, was aber selbst hartgesottene großbaustellenlärmerprobte User auf die Dauer an die Grenzen ihrer Lärmbelastungserträglichkeit zwingt und auch in Sachen Kühlleistung bei aktuellen CPUs kaum von Nöten sein wird. 

Zweite Option - mittels beiliegendem Temperaturfühler lässt man den Smart Fan für sich das optimale Geräusch-Leistungsverhältnis ausloten. Der Fühler wird einfach an mit dem thermal Tape beispielsweise an der CPU Unterseite befestigt und reagiert so blitzschnell auf die Gegebenheiten. Der automatische Regelbereich liegt dabei zwischen 1300 rpm bei ca. 20°C Umgebungstemperatur und steigt linear bis er bei 55°C anliegender Temperatur sein Maximum in ca. 4800rpm erreicht. Besitzer von schwächeren CPUs werden mit dieser Variante sicher gut fahren können, wer allerdings einen leistungsstarken Prozessor sein Eigen nennen darf, sollte sich lieber Möglichkeit Nummer drei zu Gemüte führen, da ein schneller Prozessor den Volcano 11 wohl relativ rasch dazu zwingen wird, sein volles Leistungs- und Geräuschpotential zu entfalten.

Selber regeln ist der Trend und auch sicher die gescheiteste Lösung. Beim Volcano 11 geht dies über den Poti, welcher bei der "non Plus" Version über das Slotblech an der Rückseite des Rechners, beim Volcano 11+ auch über ein 5,25Zoll Panel in der Front nach außen geführt werden kann.

Das erfreuliche, sollte man eine Option nicht verwenden wollen, baumeln die "nutzlosen" Kabel nicht sinnlos im Gehäuse herum, sondern man kann jede Vorrichtung einzeln montieren bzw. demontieren. Somit wird dem Kabelgewirr vorgebeugt, was bei manch anderem Konkurrenzprodukt leider nicht der Fall ist.






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