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Samurai
Mit dem Samurai präsentiert Scythe seinen
Kühler für das leistungsmäßige Mittelfeld, der trotz Vollkupfer-Aufbau
und identischer Lüfterausstattung in Preis und Performance unter dem
Kamakaze angesiedelt ist. Mit einem angestrebten Verkaufswert von unter
30EUR könnte er, ansprechende Leistungsfähigkeit vorrausgesetzt, ein
echter Geheimtipp zur preisintensiven Konkurrenz werden.

Überzeugend
zunächst die Verarbeitungsgüte des Prozessorkühlers, der ergänzend
auch auf Athlon 64 Plattformen eingesetzt werden kann. Garant für gute
Kühlung stellt die Basis aus kalt aufgelöteten Vollkupfer-Lamellen in
Kombination mit der 3,5mm starken -Bodenplatte dar. Als zusätzliches
spezielles Bon-Bon wurden die 45 Lamellenreihen oben wellenartig
angespitzt, eine Methode der Oberflächenvergrößerung, die auch
CoolerMaster beim bärenstarken Hyper 6, dem vielleicht aktuell besten
Luftkühler, in ähnlicher Form anwendet. Leider ist die seitlich
geschlossene und mit einer Scythe-Gravur versehene verchromte 80mm
Lüfterhaube maschinell geklammert und nicht geschraubt mit dem
Kupferboden verbunden, sodass sich der reine Kupferkorpus nicht ohne
weiteres freilegen lässt. Dafür ermöglicht die trichterartig geformte
Haube einen optimalen Lüfter-Lamellen-Abstand und beste
Luftstromführung.
Insgesamt baut der Samurai dadurch
etwas höher, als der Kamakaze und ist materialbedingt auch knapp 100
Gramm schwerer. Wie angesprochen verwendet man den gleichen Lüftertyp,
welcher ebenfalls serienmäßig saugend montiert wird und über die
anhängende Slotsteuerung von 5 bis 12Volt Stufenlos getrimmt werden kann.
Negativ viel uns im Betrieb ein deutliches Klacker-Störgeräusch auf,
welches allerdings nur ab und zu auftrat: Da
der Ventilator des Kamakaze allerdings vom Klangbild wesentlich
harmonischer und ohne dieses Nebengeräusch drehte, spekulieren und hoffen
wir auf einen Ausnahmefall bei unserem Testobjekt. Insgesamt agiert der
Ventilator im angesprochenen Bereich von Super-Silent bis Mittellaut,
wobei selbst die volle Drehzahl in keinem Fall übermäßig störend
wirkt. Auffällig aber, dass trotz gleicher Lüfterausstattung der 12Volt
Lärm des Samurai über dem Kamakaze liegt, was wohl aus dem Kühlerlayout
und dem Freiraum zwischen Lüfter und Kühlkörper resultiert. Montage Die
auf den ersten Blick zum Kamakaze identisch erscheinende Montageart des
Samurai auf dem Sockel A entpuppt sich bei näherer Betrachtung als echter
Glücksgriff! Im Gegensatz zum Hybrid-Bruder ist die Halteklammer nicht
fest mit der Lüfterhaube verbunden, sondern wird unter diese geschraubt.
Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, zunächst nur die Klammer
entsprechend der 6Punkt-Haltevorrichtung in die Sockelnasen einrasten zu
lassen und erst dann den Kühler aufzusetzen. Der dadurch gewonnene
Übersichts- und Platzvorteil beim Arretierungsvorgang macht die Montage
zum Kinderspiel.

Im
Folgenden wird lediglich der Kühler über die beiden seitlichen Schrauben
mit der Halteklammer verbunden, indem diese bis zum Anschlag eingedreht
werden. Das Resultat ist ein perfekt sitzender Prozessorkühler mit
fabelhaften Anpressdruck und sicherem Halt - klasse! Referenzen Um
unsere beiden japanischen Exoten auch ordnungsgemäß im Feld der
Konkurrenzprodukte anderer Hersteller einordnen zu können, wählen wir
mit dem AeroCool HT-101 / Papst NG und dem Cooltek CT8C 48cu zwei Modelle
aus dem Spitzen- sowie gutem Mittelfeldbereich. Zur besseren Übersicht
noch einmal die technischen Gegebenheiten der beiden Vergleichskühler:
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AeroCool
HT-101 |
Cooltek
CT8C-48 Cu |
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Kühler |
Vollkupferkühlkörper
3x 6mm Heatpipes ( ca. 250mm lang )
Maße: 113 x 76 x 50 mm
Lamellenanzahl: 31 ( ca. 0,2mm )
Komplettgewicht: 540 Gramm
geeignet für 70 / 80mm Fans
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Vollkupferrunddesign
Maße: 101 x 101 x 67 mm
Lamellenanzahl: 84 ( ca. 0,3mm stark )
Komplettgewicht: 588 Gramm
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Lüfter |
Papst
NG 80mm
69 m³/h
2,0 Watt
3100 U/min
max. 32 dB(A)
Gleitlager |
Serie:
80mm ohne Rahmen
39 bis 63 m³/h
1600 bis 2800 U/min
max. 25 - 28 dB(A)
Doppelkugellager |
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Verwendung |
Sockel
A: 6-Punkt-Klammer
Sockel 478: Mounting-Hole-Kit
maximal: 3,4GHz / 3600+ |
Sockel
A: Spezial-Klammer
Sockel 478 : Mounting-Hole-Kit
Sockel 754 / 940: Mounting-Hole-Kit
über: 3,2GHz / 3400+ |
Der Temperaturtest
Wir testen die Kühler im gewohnten Stil
auf unserer Sockel A Plattform mit einer Barton 2500+ CPU, welche durch
einen Kupferspacer geschützt, mit 2GHz und einer Kernspannung von 1,7Volt
agiert. Bei konstanten 23°C Raumtemperatur im geschlossenen und ohne
Gehäuselüfter betriebenen Yeong-Yang Testgehäuse simuliert unser
hauseigenes Auslastungstool, der Tweakers4u Toaster, den
dreißigminütigen vollständigen Auslastungsmodus nach mindestens zwanzig
Minuten Wechselbetrieb zur Gehäuseluft- und Kühleraufwärmung. Im
Anschluss daran erfährt der Prozessor eine Leerlaufphase von etwa zehn
bis fünfzehn Minuten, bis sich die Idle-Temperatur einpendelt. Die
Auslesung der erzielten Temperaturwerte geschieht mit dem Motherboard
Monitor, welcher mit unserem Toaster zusammenarbeitet.

Das Testsystem im Einzelnen:
Temperaturwerte Alle
Kühler sind mit Ventilatoren ähnlicher Leistungs- und Lärmklasse
ausgestattet, sodass ein direkter Vergleich der "high"-Werte
ohne Weiteres möglich ist. Sofern nicht anders gekennzeichnet, wurden die
Lüfter von Samurai und Kamakaze Serienentsprechend saugend montiert. 
Durchaus
überraschend fällt das Ergebnis unseres Temperaturtests aus: Eigentlich
erwarteten wir, dass der Kamakaze spürbar bessere Resultate abliefert als
der Samurai. Allerdings wurden wir postwendend eines Besseren belehrt und
sehen Scythe's Vollkupferkühler deutlich vor dem Hybrid-Modell, beinahe
sogar im Leistungsbereich des AeroCool HT-101, der seine Kühlvorteile
layoutbedingt durch gleichzeitig entlüftende Wirkung der warmen
Gehäuseluft zieht, da die Luftstromrichtung beim AeroCool
High-Tower-Prinzip zur Rückwand aus der 120mm Lüfteröffnung des
Yeong-Yang-Midi-Towers zeigt. Der Kamakaze liegt mit seiner Kühlleistung
auf der Höhe des Cooltek CT8C aber immer noch im guten Bereich. Weiterhin
ist zu entnehmen, dass sowohl saugend als auch blasend montierte Lüfter
beim Kamakaze und auch beim Samurai ( nicht aufgeführt ) nahezu
identische Kühlergebnisse abliefern. Fazit
- Samurai Der Samurai stellt die
positive Überraschung des Tests dar. Er liefert eine durchweg
überzeugende Kühlleistung auf unserer Plattform ab und glänzt
zusätzlich mit piekfeiner Sockelkompatibilität und brillantem
Montagecharakter. Für ihn sprechen weiterhin die Variabilität in
Drehzahl und Lautstärke sowie löbliche Verarbeitungsqualität. Der im
Quervergleich zur Konkurrenz doch sehr moderate Preis macht den Scythe
Samurai zu einem echten Kauftipp, der sich bis auf die bei unserem
Testmodell unschönen Lüfter-Nebengeräusche keinerlei Schwächen
erlaubte. Wer also einen unkomplizierten und günstigen Kühler für
seinen Athlon oder Pentium sucht, sollte den Samurai in die engere Wahl
ziehen - vorrausgesetzt natürlich, seine Erhältlichkeit auf dem
deutschen Markt steigert sich in Kürze, wovon aber auszugehen ist. Wir
wollen daher angesichts der genannten Punkte unsere Empfehlung in Form des
Top Produkt Awards geben. 
Fazit
- Kamakaze Rev. B Es
sind zwar nicht gleich Gegensätze wie Licht und Schatten zwischen Samurai
und Kamakaze, nichts desto trotz enttäuschte uns der Scythe-Versuch, die
altgediegene Alpha-Pal Technik wieder salonfähig zu machen. Entgegen den
herstellerseitigen Angaben liegt der Kamakaze in der Leistungsfähigkeit
deutlich hinter seinem Firmen-Bruder aus Vollkupfer und auch die
Montagetechnik kann wenig entzücken. Somit zeigt sich der Samurai in
allen Punkten überlegen, auch im Preis ist der Hybrid-Kamakaze
geringfügig teurer, sodass eine Kaufempfehlung unsererseits ausbleibt.
Will man sich mit diesem Kühler am deutschen Markt etablieren, muss Wohl
oder Übel nachgebessert werden. Für die freundliche Unterstützung und
Ausstattung mit den Testexemplaren bedanken wir uns noch einmal bei der Firma Scythe.
Für Fragen stehen wir euch gern im Forum
zur Verfügung.
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