Einleitung
Thermaltake gilt als Hersteller von
Cooling- und Zubehör- Produkten, die nicht spontan aus dem Erdboden
gestampft werden, sondern vielmehr auf einer recht langen
Entwicklungsgeschichte basieren. Die so entstehenden Produktfamilien
für die einzelnen Anwendungsbereiche machen sich über die Jahre einen
unverwechselbaren Namen am Markt und bilden regelrechte Fan Gemeinden
aus. Mit jedem neuen, heiß ersehnten "Familienmitglied"
werden bestehende Ideen fortgeführt und verbessert sowie natürlich
neue Gegebenheiten und Trends eingearbeitet. So zählt die Volcano
Kühlerserie beispielsweise schon 12 Modelle, Xaser dagegen ist die noch
recht frische Bezeichnung für die mittlerweile schon fünf Vertreter
der beliebten Gehäuse-Baureihe.
Zur Hardcano Familie zählten bisher eine
ganze Reihe von Festplatten Kühlern mit zahlreichen
Überwachungsfunktionen. Im heutigen Test: Der neuste Spross aus der
Serie mit der Versionsnummer 12. Kurioserweise verzichtet man beim
Hardcano 12 auf jegliche Assoziationen zu Festplatten und beschränkt
sich auf eine reine Kontrollstation für Temperaturen und Lüfter. Wie
sich diese im Zuge unseres Tests profilieren kann, wollen wir im
Folgenden klären.

Unser gebührender Dank sei einmal mehr
Hersteller Thermaltake ausgesprochen, welcher uns ein Testobjekt
zusandte.
Lieferumfang
Thermaltake war noch nie bekannt als
knauserig, was den Lieferumfang angeht. So kommt auch der Hardcano 12 mit
einer ansprechenden Sammlung an hilfreichen Zubehörteilen daher. In der
sehr schön gestalteten Verpackungsbox, welche übersichtlich die
wichtigsten Eigenschaften des Produkts kenntlich macht, findet man neben
der schwarzen Kontrollstation insgesamt vier 4pin auf 3pin Adapterkabel,
Montageschrauben und ausreichend Klebepads zur Fixierung der
Temperaturfühler. Ebenfalls sehr lobenswert ist das beigelegte Handbuch
in englischer Sprache, das durch seine rechhaltige Bebilderung und auf den
Punkt gebrachte Detailbeschreibung den Funktionsumfang der Hardcano 12
Kontrolleinheit glänzend dokumentiert. Bei einem Verkaufspreis von knapp
100 EUR erwartungsgemäß.

Merkmale auf einen Blick
- Installation in internen 5,25Zoll
Einschub
- Material: Aluminium, mattschwarz
lackiert
- Größe: 148 x 42 x 166mm
- Gewicht: ca. 400 Gramm
- Kabel ummantelt, Längen ca. 65cm
- vier Lüfter anschließbar (
Regelbereich: 6 bis 12 Volt )
- vier Temperatursensoren verteilbar ( 23
bis 89°C )
- Alarmfunktion: zu hohe Temperatur /
Lüfter Drehzahl niedrig
- Display immer blau beleuchtet
- Auslese: Drehzahlen, Temperaturen
- Steuerung: Drehzahlen ( manuell oder
automatisch )
- Stromversorgung über 4Pin Molex
Aufbau und Eigenschaften
Das sehr leichte aber dennoch robuste
Aluminium Chassis des Hardcano 12 erweckt gleich bei der ersten Begegnung
einen hochwertigen Eindruck und reflektiert dadurch die High-End
Einschätzung der Konstruktion.

Der Hardcano offeriert die
Anschlussmöglichkeit von vier Lüftern über 3Pin Molex Anschlüsse.
Diese Lüfter werden dann von der Station mit Strom versorgt und können
unabhängig von einander geregelt werden. Somit ist es natürlich
möglich, Ventilatoren verschiedenster Leistungsklassen anzuschließen und
entsprechend ihrer Lautstärke gegeneinander abzustimmen, um einen
homogenen Geräuschpegel im PC zu erreichen. Besitzt man beispielsweise
Gehäuselüfter, welche über einen 5,25" Laufwerkstecker ihren Strom
beziehen, können diese einfach über die mitgelieferten Adapter an den
Hardcano 12 angeschlossen werden.

Des Weiteren verfügt die Kontrollstation
über vier Temperatursensoren, welche über die beiliegenden Klebepads an
den gewünschten Stellen platziert werden können - aufgrund ihrer Dünne
auch an heiklen Stellen. Sehr gut hat uns die Beschriftung aller Kabel
gefallen - somit kommt es zu keinen Verwechslungen im Kabelwirrwarr. Auch
die Länge der Lüfteranschlüsse und Temperatursensoren ist mit etwas
über 65cm sehr reichlich bemessen, womit alle Positionen im Gehäuse
problemlos erreicht werden dürften.

Die Hochwertigkeit setzt sich auch im
Inneren fort, wobei das Aufschrauben der Hardcano Box für den Endnutzer
keine Bedeutung hat, denn schließlich soll hier nichts untergebracht
werden - auch keine Festplatte. Daher noch einmal zur Verdeutlichung: Der
Hardcano 12 ist kein Festplattenkühler wie seine Vorgänger, sondern eine
reine Steuerungseinheit. Sowohl Namensgebung als auch Einordnung des
Hardcano 12 auf der Thermaltake
Homepage unter "Hard Disk Cooler Series" könnte zu dieser
Fehleinschätzung führen.
Erfreulicher Weise findet man auch im Interieur
nur gesteckte Kabelverbindungen und gute Dokumentationen, sodass im Falle
eines Defektes das entsprechende Bauteil schnell ausgetauscht oder nicht
benötigte Kabel einfach abgezogen werden können.

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