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Es gibt manchmal solche Tage, an denen
man zuhause sitzt und sich denkt: Jetzt könnte ich eigentlich mal
wieder etwas sinnvolles basteln. Man lässt die Augen über den
vollgepackten Schreibtisch eines Hardware-Redakteurs streifen und
entdeckt unter unzähligen Dokumenten, CPU Kühlern und diversen
Hardwarekrimskrams die längst verschollen geglaubte GeForce
FX5800Ultra. Ja - richtig gehört: Das war genau die Karte, welche
nVidia vor fast genau einem Jahr nach langem Warten präsentierte und
nicht zuletzt aufgrund ihres zuhauf in den Medien breit getretenen
Kühlkonzeptes schnellstmöglich wieder vom Markt entfernte. Exakt
dieses Kriterium war letztendlich auch der Grund, weshalb im
persönlichen Rechner weiterhin eine MSI GeForce 4 Ti4600 und nicht die
wesentlich schnellere und enorm selten gewordene FX5800Ultra ihren
Dienst verrichten durfte - letztere ist einfach zu laut, wenn man viele
Stunden täglich am PC verbringt.
Das Opfer war also schnell gefunden und
noch viel besser: Eine mögliche Modifikation der Kühleinheit wäre
auch noch eine sinnvolle Tätigkeit - entgegen vielen aktuellen
Modifikationen und vor allem "Fertigmods" am aktuellen Markt,
welche viel zu oft nicht mehr sind, als teuere Effekthascherei, aber das
gehört nicht zum Themenbestand des heutigen Artikels bzw. von
Tweakers4u im Allgemeinen.

Natürlich können die Informationen oder
Anregungen des Artikels auch auf andere Grafikkarten übertragen werden.
Im Prinzip soll nur gezeigt werden, dass sich mit einfachen Mitteln meist
bessere und effektivere Ergebnisse erzielen lassen, als mit so manchen
Taiwan-Produkten ;-)
einfach lästig - das
Standardkühlsystem
Wer eine Grafikkarte mit dem FX-Flow schon
einmal in der Hand hatte, weis was eine imposante Grafikkarte ist. Doch
wem nützt eine imposante Erscheinung, wenn das einzige womit sie im dunklen
Rechner auf sich aufmerksam macht, ihre unerträgliche Lautstärke ist.
Und dies ist bekanntlich nicht nur bei der guten alten FX5800Ultra der
Fall - viel zu selten erlebt man wirklich leise Serienkühler auf
aktuellen Grafikkarten. Und nicht immer hat man Lust, sich für viel Geld
eine passende Kühlentwicklung eines Drittherstellers zuzulegen.

Erschwerend
kommt hinzu, dass das Entfernen der Standardkühlung mitunter recht
kniffelig sein kann, da häufig Wärmeleitpads zwischen GPU Kühler und
Grafikchip verwendet werden, welche nach langer Nutzung wie Kleber wirken.
Wird diese Tatsache mit einer komplexen Kühleinheit, wie dem FX-Flow
gepaart, können schon einmal einige Minuten ins Land streichen, bis sich
der widerspenstige Spross vom GPU-Kern lösen lässt. Neben einem
Schraubendreher hat sich in diesen Fällen ein Cutter-Messer bewährt,
welches aufgrund seiner lang ausfahrbaren Klinge ideal zwischen Kühler
und Grafikchip geschoben werden kann um somit die Verbindung durch das
Wärmeleitpad zu durchbrechen. Ist dies einmal geschafft, heißt es die
Rückstände von Wärmeleitpaste oder Pad zu entfernen, was sich mit einem
staubfreien Tuch, benetzt mit etwas Reinigungsalkohol, im Fall der Paste
recht simpel gestaltet. Befinden sich noch Reste des Pads auf der GPU,
begegnet man diesen recht effektiv mit Fingernagel oder für notorische
Knabberer: Die Kante einer Kreditkarte tut's auch ;-)

Bei
den Speicherkühlern - sofern vorhanden - sieht es meist nicht anders aus.
Oft werden hier Klebepads verwendet, um die passiven Blöcke dauerhaft auf
den Speichergehäusen zu fixieren. Im Falle der kombinierten FX-Flow ist
dies glücklicherweise nicht der Fall - dafür verwendet man hier eine Art
Wärmeleitkaugummis, welche einen enorm schmierigen Film auf den BGA
Gehäusen hinterlassen. Entfernt man diesen nicht wird es ein Schweres,
später die neuen Speicherkühler zu fixieren - also lieber gründlich
arbeiten. 
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