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Zalman VF-900 Cu VGA-Cooler
Autor:
Martin Eckardt
Publiziert:
23.03.2006
Kategorie:
Sonstige Kühlung
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Mit dem VF-700 Grafikkartenkühler konnte der koreanische Zubehörspezialist Zalman einen der größten Produkterfolge des Jahres 2005 landen. Der Kühler ging über die Ladentheke, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln und überzeugte seine Käufer nahezu ausnahmslos: Über 98 Prozent positive Kundenbewertungen, eine bemerkenswerte Bilanz für den leisen, leistungsstarken, leicht zu montierenden und hübschen Grafikkartenkühler aus Fernost. Nun hielt Zalman allerdings die Zeit für gekommen, den Klassenprimus VF-700 abzulösen und mit einem überarbeiteten, noch besseren Modell die aufkeimende Konkurrenz zu distanzieren. Es ist die Geburtsstunde des VF-900 Cu, die wir mit dem heutigen Bericht feiern - noch schöner, noch leiser, noch kühler Dank Dual-Heatpipe und noch ausgeklügelter in der Konstruktion - Zalman hat sich viel vorgenommen und wir sind gespannt, ob es den Asiaten gelang, einen weiteren Überflieger zu kreieren.

Unseren Dank möchten wir an dieser Stelle an den BBSStore richten, der uns blitzschnell mit einem der ersten Serienmodelle des VF-900 versorgte. Der Kühler kann im OnlineShop für etwa 39 Euro erworben werden - damit ist der Neuling aktuell noch etwa doppelt so teuer, wie der erfolgreiche Vorgänger.

Lieferumfang

  • Zalman VF-900 Cu Grafikkartenkühler
  • Zalman FanMate 2 Potisteuerung
  • Montagematerial inkl. WLP
  • Acht Aluminium BGA-Speicherkühler
  • Anwenderhandbuch (Engl., Korean.)
  • Zalman Sticker

Technischer Überblick

  • Abmessungen: 96 x 96 x 30 mm
  • Vollkupfer Rundlamellendesign mit zentralem 80 mm Lüfter
  • Kupfercore und Dual-Heatpipe-Design
  • Gesamtgewicht: 185 Gramm
  • Drehzahlen: 1350 bis 2400 U/min (18,5 bis 25 dB(A))
  • Speicherkühler: 13 x 13 x 6 mm, blau adonisiert
  • Kompatibilitätsliste

Kühler im Detail

Er ist schon verdammt schick geworden, der neue VF-900 Cu. Wie er in seinem kupfernen Kleid vor einem liegt, rotbraun glänzend, piekfein verarbeitet, vollendet geformt - so einfach und doch so komplex. Endlich rund, endlich makellos, könnte man sich denken, so wie einst die erfolgreichen CNPS 7000er für die CPU... . Schade, und dann doch nur ein Kühler ;-)

   

Grundlegend hat der VF-900 nur noch wenig mit der Architektur des VF-700 zu tun. Zalman entfernt sich vom zusammengepressten und aufgebogenen Lamellencore und verpasst dem Cooler eine vollwertige Kupferbodenplatte höchster Polierstufe, in welche zwei fünf Millimeter Heatpipes eingelassen wurden und den gesamten Wärmeabtransport übernehmen, denn eine direkte Verbindung zwischen Kühlerboden und Lamellen ist nicht mehr vorhanden. Im Vergleich zum Vorgänger kommen dafür wesentlich mehr Lamellen zum Einsatz, die mit 0,2 Millimeter zudem dünner geschnitten und enger gestaffelt an den Heatpipes aufgereiht wurden. Insgesamt wirkt die ganze Konstruktion deutlich filigraner, was sich auch beim Gewicht wiederspiegelt: Der VF-900 ist mit etwa 185 Gramm gut 85 Gramm leichter als sein Wegbereiter. 

   

Um den eingeschränkten Platzverhältnissen auf dem Grafikboard beizukommen, sitzt der Kühlcore nicht im Zentrum der Lamellenverläufe, sondern ist nach unten eingerückt und trägt zusätzlich die grundlegend neu gestaltete Arretierungsvorrichtung. Auch der mittig eingelassene 80-mm-Lüfter ist über drei Schrauben an der Wärmeaufnahme fixiert und kann bei Bedarf problemlos demontiert werden. Die Stromversorgung des Fans erfolgt üblicherweise über einen 3-Pin-Anschluss.

Neben dem Kühler selbst runden nach wie vor die praktische Fan Mate 2 Lüftersteuerung mit Drehpoti, über welchen die Betriebsspannung des Ventilators stufenlos zwischen fünf und zwölf Volt justiert werden kann, sowie acht mit selbstklebendem Wärmeleitpads ausgestattete Mini-Speicherkühler aus Aluminium das Gesamtpaket ab.

   

Montage

Der Arretierungsmechanismus des VF-900 ist in der Gegenüberstellung zum VF-700 etwas diffiziler geworden. Zalman vertraut nun auf eine gleichmäßige 4-Punkt-Fixierung und entfernt sich somit vom 2-Punkt-System des Vorreiters. Zunächst muss dabei herausgefunden werden, welche der vier Möglichen Lochabstands-Vorrichtungen zur eigenen Grafikkarte passen. Daraufhin werden die entsprechenden Positionen mit den Abstandsschrauben sowie je einem Gummi-Isolierring versehen. Der Kühler wird so präpariert nun vorderseitig auf der mit Wärmeleitpaste benetzten GPU-Oberfläche ausgerichtet und die Schrauben durch die vorhandenen Mounting-Holes der Grafikplatine manövriert.

Rückseitig werden diese nun vorsichtig, wechselseitig mit Rändelmuttern fixiert, wobei zwischengelegte PVC-Scheiben und Drahtfedern für Kurzschlussprotentkion und Anpressdruckverteilung sorgen. Penibel zu beachten ist bei dieser Prozedur, dass der Kühler beim Festziehen der Muttern nicht verkantet und somit den ungeschützten GPU-Core beschädigen kann.

   

Ist dies geschafft, hat man einen extrem sicher sitzenden Kühler, dessen Anpressdruck deutlich den des Vorgängers überschreitet. Wichtig ist allerdings nach wie vor, die Schrauben und Muttern ohne Werkzeug, sondern nur mit den Fingern zu montieren. Mit seiner Bauhöhe von 30 mm versperrt auch der VF-900 einen PCI-Steckplatz.

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